Begleitdienst zum Impfzentrum

Impfen für Senioren leichtgemacht

    Der Weg zum Gütersloher Corona-Impfzentrum an der Marienfelder Straße ist für Senioren oder Menschen mit Behinderungen nicht selten mit etlichen Hindernissen gepflastert. Hilfe für diesen Personenkreis gibt es in der Dalkestadt jetzt vom Deutschen Roten Kreuz und dem Ehrenamtsverein „Gütersloh tatkräftig“. Die beiden Institutionen haben sich zusammengefunden und einen „Impfbegleitservice“ ins Leben gerufen.

    Die Idee für diese Dienstleistung („Wir müssen da was machen“) hatte die „Gütersloh tatkräftig“-Vorsitzende Monika Paskarbies. In ihrer Geschäftsführerin Elke Pauly-Teismann, zugleich Ehrenamts-Beauftragte der Stadt, fand sie eine tatkräftige Kümmererin. Pauly-Teismann war dabei von Anfang an klar: „Hier ist das Ehrenamt überfordert. Da müssen Profis ran.“ Schließlich ginge es auch wegen eventueller Nebenwirkungen um die Betreuung nach der Impfung, um Versicherungsfragen oder vorbeugenden Verbrechensschutz (Stichwort „Enkeltrick“). Erster Ansprechpartner für Pauly-Teismann war daher das Deutsche Rote Kreuz. Von deren Vorsitzenden Ilka Mähler („Wir wuppen das“) kam eine spontane Zusage.

    Koordination und Organisation des Hilfsangebots liegen daher jetzt beim Deutschen Roten Kreuz Gütersloh. Senioren aus der Altersgruppe Ü-80 und/oder Menschen aus der ersten Impfkategorie mit eingeschränkter Mobilität, die den Service nutzen wollen, wählen einfach die Rufnummer 9886-0 (Corona-Hotline) des DRK. Dort kümmert sich eine Mitarbeiterin um ihr Anliegen. „Unser Betreuungsangebot ist ein individuell auf die persönlichen Hilfsbedürfnisse zugeschnittenes Kompaktpaket“, sagt der Ortsvereinsvorsitzende Dr. Dirk von Lojewski. „Es reicht von der Hilfe bei der Anmeldeprozedur über den Fahrdienst bis zur Versorgung bei auftretenden Nebenwirkungen.“ Erste Erfahrungen mit den Impfungen hätten gezeigt, so Ilka Mähler, dass es insbesondere nach der zweiten Spritze zu einer Häufung von Nebenwirkungen komme. „In einer derartigen Situation“, sagt die Sozialmanagerin, „ist es gut, wenn sich ältere Menschen in pflegefachlicher Begleitung befinden.“

    Bildzeile: (v.l.) „Gütersloh tatkräftig“-Geschäftsführerin Elke Pauly-Teismann, DRK-Vorsitzender Dr. Dirk von Lojewski, Bundesfreiwiligendienstleistende Nora Salzmann, Bürgermeister Norbert Morkes, DRK-Vorstand Ilka Mähler und „Gütersloh tatkräftig“-Vorsitzende Monika Paskarbies.

    Foto: Wolfgang Hein
    Text: Rainer Stephan